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Ein Erfahrungsbericht



kopie-von-cimg2159 Ich heiße Ellen Gräßler, bin 34 Jahre alt und habe einen 10 Monate alten Sohn, Immanuel. Seit April 2010 wohne ich im Mutter-Kind-Haus. Vorher habe ich zweieinhalb Jahre eine Drogentherapie in der Holzmühle Kämmeritz gemacht, auch eine christliche Einrichtung. Dort bin ich schwanger geworden und habe schnell gemerkt, dass ich es nicht allein schaffe, mein Kind groß zu ziehen. Ich habe mir für Immanuel eine bessere Zukunft und gesunde Entwicklung gewünscht und wollte nicht, dass er irgendwann auch in eine Therapie muss.

Ich hatte am Anfang große Angst vor der Verantwortung und davor, zu meinem Kind keine Beziehung aufbauen zu können, es nicht lieben zu können, weil ich dies als Kind selbst nie erlebt habe. Ich bin in gestörten Verhältnissen aufgewachsen, wo Brutalität an der Tagesordnung war. Es ist daher überhaupt nicht selbstverständlich, dass ich Immanuel Liebe und Geborgenheit geben kann. Das geht nur, weil Gott es mir schenkt.

Eine weitere Angst war, dass ich es nicht schaffe, Immanuel gut zu versorgen und dann einfach weglaufe.

Deshalb war es eine gute Entscheidung ins Mutter-Kind-Haus zu kommen. Ich bin froh über diesen Schritt, auch wenn er mir schwergefallen ist. Zwischen mir und Immanuel ist eine richtige Beziehung gewachsen. Ich liebe meinen Sohn und freu mich an ihm. Ich bin Gott so dankbar, das erleben zu können. Und ich finde es schön, Mama zu sein.

Ich beobachte die anderen Mütter und Mitarbeiter jeden Tag und kann noch vieles von ihnen lernen. Ich wünsche mir für meine Zukunft, mal mit beiden Beinen im Leben zu stehen und innerlich noch stärker zu werden, damit ich auch mit schwierigen Situationen klarkomme und nicht rückfällig werde.

Ich wünsche mir auch ein gutes Umfeld, das mir Halt gibt und in dem ich selbständig leben kann. Irgendwann würde ich auch gern wieder arbeiten. Außerdem möchte ich, dass die Beziehung zu Immanuels Papa weiter wachsen kann.

Ein großer Wunsch momentan ist, bald meinen Führerschein in den Händen zu halten.



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